Als Abwandlung von Civilization 4 erschien im Herbst 2008 Sid Meier’s Colonization. Es geht um die Besiedelung der neuen Welt und dem Aufbau einer funktionierenden Wirtschaft. Für Nostalgiker ist diese Neuauflage des Klassikers besonders interessant. Auch wer gerne eine gute Wirtschaftssimulation spielen würde, könnte sich eine Weile mit Colonization trösten.

Civilization Colonization

Sid Meier’s Colonization ist ebenso wie Civilization ein Klassiker aus den Zeiten von 286er Prozessoren. Wörter wie Gigahertz oder Gigabyte hörten sich für PC-Benutzer noch wie Utopie an und ein normaler Computermonitor war gerade mal 14 Zoll klein.
Für nostalgische Gamer könnte das neue Colonization deshalb ein echter Bringer sein.

Sid Meier’s Colonization

Der Spieler gründet in Sid Meier’s Colonization Siedlungen in der neuen Welt, stellt Kolonialwaren her und handelt mit der alten Heimat, von der man irgendwann die Unabhängigkeit erlangen möchte, was Siegbedingung ist.

Dazu braucht man Platz für neue Siedlungen. Das Problem ist, dass andere Conquistadoren wie auch die amerikanischen Ureinwohner dasselbe Land für sich beanspruchen. Mit Diplomatie und Freundschaft könnte ein militärischer Konflikt möglicherweise verhindert werden – wenn man das überhaupt will.

Colonization Tipps

Schätze entdecken und alte Stätten plündern sorgen für die notwendige Finanzspritze in der Aufbauphase. Doch die Erträge aus diesen Exkursionen sind nichts gegen die industrielle Fertigung von Kolonialwaren, um Handelsgewinne mit der alten Heimat zu realisieren.

Hier ein paar ökonomische Colonization Tipps, um von Anfang an eine starke Wirtschaft aufbauen zu können:

Produktion in Colonization

Um Städte herum werden in Sid Meier’s Colonization Felder bewirtschaftet, die mehr oder weniger ertragreich sind. Diese Felder werfen unterschiedliche Güter ab. Nahrung, Eisen und Holz werden vorwiegend zur Erweiterung der Siedlungen verwendet. Tabak, Baumwolle, Zucker und Felle können in Handwerksbetrieben und in Fabriken zu Zigarren, Stoffballen, Rum und Pelzjacken verarbeitet werden. Diese Kolonialwaren bringen in der alten Heimat viel Geld ein, werden aber früher oder später besteuert.

Human Ressources in den neuen Kolonien

Ein ungebildeter Arbeiter ist nicht so produktiv wie ein Spezialist. Ein erfahrener Bauer, Fischer oder Waffenschmied weist natürlich eine ganz andere Ausbringungsmenge vor, wenn er auf seinem Gebiet zum Einsatz kommt. Der Einsatz von Spezialisten ist ein Schlüssel zum Erfolg. Ein ungelernter oder falsch eingesetzter Arbeiter verbraucht die gleiche Menge an Nahrung, wie ein gelernter. Mit Fachkräften erzielt man somit eine weitaus höhere Produktivität.
Spezialisten können in Europa gezielt gegen teures Geld rekrutiert werden, auch wenn man gelegentlich mal ein Schnäppchen angeboten bekommt. Sobald eine Stadt eine gewisse Größe erreicht hat, ist es auch möglich, Spezialisten selbst auszubilden. Investitionen in Bildung rentieren sich auch in Sid Meier’s Colonization.

Finanzspritze in der Aufbauphase

Nach der Gründungsphase sollte man baldigst einen berittenen Späher aus Europa rekrutieren und in der neuen Welt auf Erkundung schicken. Der Späher entdeckt jede Menge Schätze, die viel Geld einbringen, auch wenn man sie mit dem König teilt. Für dieses Geld können dann Waffen für die eigene Sicherheit gekauft und Spezialisten rekrutiert werden – obwohl man beides möglichst bald selbst erledigen sollte.

Viele Wege Colonization zu spielen

Civilization Colonization 4 kann auf unterschiedliche Arten gespielt werden, genauso wie seine altbekannte Vorlage. In freien Spielen ist es möglich, genaue Einstellungen vorzunehmen. Unter anderem bestimmt man wie viele und welche Gegner man haben möchte. Vom rücksichtslosen Ausradieren der Indianerstämme bis hin zu Diplomatie und freundschaftlicher Koexistenz mit Ureinwohnern und konkurrierenden Conquistadoren ist alles möglich.

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