Im Herbst 2009 erschien die Königreichsimulation Majesty 2 auf dem Markt. Seitdem können PC-Gamer wie vor zehn Jahren wieder die Wirtschaft ihres Fantasy-Königreiches aufbauen, Helden anheuern und mithilfe strategischer Entscheidungen und Kopfgelder für Sicherheit sorgen.
Majesty Fortsetzung
Vor ungefähr 10 Jahren erschien der erste Teil der Königreichsimulation Majesty. Das Fantasygame fand viele Fans, vor allem unter den Strategie- und Rollenspielern. Man spielte es online oder offline – als Kampagne oder als benutzerdefinierte Einzelmission. Kritiker bemängelten die angeblich fehlenden Handlungsmöglichkeiten. Doch Kenner waren sich der Spieltiefe wie auch der strategischen Herausforderung bewusst. Games Blogger hat dem Spiel noch vor gut einem Jahr in einem Majesty-Beitrag nachgetrauert.
Das neue Majesty knüpft an die Tradition und den Charme des alten Spiels an. Man wird sofort an den ersten Teil erinnert und könnte fast schon melancholisch werden. Es ist alles da. Die Notwendigkeit vernünftigen Wirtschaftens, der Ausbau von Gebäuden, das Erforschen zusätzlicher Fähigkeiten.
Gutes altes Majesty
Der altbekannte Marktplatz ist nach wie vor eines der ersten Gebäude, das gebaut wird. Der Spieler muss danach aber weitere Investitionen tätigen, damit der Marktplatz richtig viel Profit abwirft und die Bevölkerung mit brauchbaren Heiltränken und Amuletten versorgt. Damit es sich aber in eine richtige Goldgrube verwandelt, sind Handelsposten notwendig, die regelmäßig Karawanen losschicken.
Auch Wachtürme stehen in Majesty 2 zur Verfügung. Vor allem in der frühen bis mittleren Aufbauphase sind sie unverzichtbar.
Helden – Kleriker, Zauberer, Paladine
Das Wichtigste in Majesty 2 sind die angeworbenen Helden. Gauner, Waldhüter, Krieger, sie sind alle wieder dabei. Diesmal lassen sich sogar Elfen und Zwerge anwerben.
Am Ende jeder Mission kann man einen Helden zum Lord ernennen. Mithilfe einer Halle der Lords lassen sich drei Hall-of-Fame-Helden aus vergangenen Missionen anwerben, allerdings zu einem stolzen Preis.
All diese Helden wenden sich mit unterschiedlich großem Eifer gegen die planlos umherstreunenden oder gezielt angreifenden Monster, Oger, Vampire, Skelette oder Zombies, um einige der Gegner zu nennen.
Zweiklassengesellschaft im Fantasy-Königreich
Während man im alten Teil Gebäude nur ausbauen musste, um höherrangigere Heldenklassen anheuern zu dürfen, werden im neuen Teil besondere Orte benötigt, um dort spezielle Tempel bauen zu können. Von diesen gibt es auf jeder Karte aber nur wenige. Die Anzahl wertvoller Paladine oder Priesterinnen ist entsprechend gering.
Spaß durch strategische Entscheidungen
Majesty 2 macht vor allem wegen seines strategischen Systems Spaß. Auch wenn man keine direkten Anweisungen an Helden geben kann, existieren so viele Handlungsmöglichkeiten, dass schon mal Zeitdruck entsteht. Es ist nämlich nicht immer leicht, die Waage zu halten zwischen langfristigen Investitionen in das Wachstum des Königreiches und unmittelbare Anreize für die kurzfristige Sicherheit. Aber der geübte Stratege findet immer einen Weg – auch wenn dies in Majesty 2 nicht immer leicht ist.
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