Meistens enthalten typische Rollenspiele eine eigene Mystik, die sich stark an bestehende religiöse Anschauungen orientiert. Man könnte fast sagen, dass Rollenspiele in der Summe ein theologisches Weltbild liefern. Erfahrene Gamer dürften diese Fantasy Religion schon längst verinnerlicht haben. Inos sey mit euch!

Sind Rollenspieler gläubig?

Oberflächlich betrachtet sind viele Gamer sicherlich naturwissenschaftlich orientierte Atheisten. Der zweite Blick könnte sogar ergeben, dass man sich mit dem Thema Religion noch nicht einmal auseinandergesetzt hat.
Obwohl Gamer meist nicht wie die typischen Sonntagsschüler wirken, könnte ihr Glaube an das Göttliche dennoch stärker sein, als manche ahnen. Vor allem wenn es sich um regelmäßige Rollenspieler handelt.

Rollenspiele und Religion

Man denke alleine an die Gothic Mythologie. Das Prinzip von Inos und Adanos. Der Gott Inos steht für Feuermagie, der Gott Adanos für Wassermagie. Diese gegensätzlichen magischen Elemente bestimmen das spirituelle Denken des Menschen schon seit Jahrtausenden.
Yin und Yang, das Männliche und das Weibliche, Feuer und Wasser.

Elementarmagie für Rollenspieler

In Rollenspielen ist immer wieder von Elementarmagie die Rede. So liefert die Feuermagie in Sacred u. a. zerstörerische Feuerbälle, während die Wassermagie logischerweise heilt. Es gibt eine Erdmagie und eine Luftmagie.

Die vier Elemente

Feuer, Wasser, Luft und Erde. Die magischen vier Elemente, ein Erklärungsmodell, das in Tarotkarten ebenso enthalten ist wie in allen möglichen religiösen Weltanschauungen. Wer stundenlang mit Elementarmagie herumspielt, ist nur schwer als reiner Atheist zu bezeichnen, denn ohne Glauben kann es auch keine Magie geben.

Dogmen der Rollenspiel Religion

In der Gesamtheit der Fantasy Rollenspiele zeichnet sich ein gewisses Glaubensmuster ab. Heilung und die Stärkung von Körper und Geist wird eher den hellen Künsten zugerechnet, während Beschwörung von Dämonen oder Todesflüche zu den dunklen Künsten gehören.

Tu, was du willst!

Auch wenn es in den Fantasy Welten so etwas wie Gut und Böse gibt, wird keine zu strikte Trennung eingehalten. Ein schwarzmagischer Fluch kann sich durchaus gegen noch viel Böseres richten. Entscheidend ist nicht die Waffe, sondern der dahinter stehende freie Wille. Und in Games heiligt der Zweck oftmals die Mittel.

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