In der Fantasy Simulation Majesty regiert der Spieler ein Königreich voller Bedrohungen. Minotauren, Vampire und Werwölfe versuchen unentwegt den Regierungssitz zu erobern und die Zivilisation in ein monströses Chaos zu stürzen. Durch eine gute Strategie, weisem Wirtschaften und gezieltem Taktieren verteidigt der Spieler sein Königreich. Wer Majesty nicht schon von damals kennt, dürfte überrascht sein, wie anders und innovativ diese Fantasy Simulation ist.
Majesty – Eine Königreich Fantasy Simulation
Auf der Suche nach einem originellen Spiel, das aus der Masse gängiger Ideen heraussticht, muss man manchmal in der Vergangenheit kramen. Die Fantasy Simulation Majesty, die im Jahr 2000 herauskam, wies ein sehr innovatives Spielkonzept auf. Durch eine Mischung aus Fantasy Rollenspiel, Aufbausimulation, Wirtschaftssimulation und Strategiespiel rief Majesty bei vielen Gamern Begeisterung hervor. Dies zeigte sich auch an dem erfolgreichen Onlinemodus.
Die Rückkehr der alten Helden
Die Neuauflage von Majesty war eine gute Idee. Alte Spiele erleben momentan sowieso eine Art Renaissance. Dies dürfte mitunter auch an dem Wunsch des Gamers nach mehr Innovation liegen. Das neue HD-Gaming ist herausragend, keine Frage. Spiele wie Assassines Creed oder Crysis haben noch viel mehr zu bieten als nur optische Reize. Und doch bleiben, was neue Releases betrifft, die weniger actionorientierten Bedürfnisse des Gamers oftmals unerfüllt.
Wirtschafts- und Fantasy Simulation
Majesty ist zu großen Teilen eine Wirtschaftssimulation. Um ein wirklich kampfstarkes Königreiches aufzubauen, benötigt man eine Phase wachsenden Wohlstands. Dieser wird durch Marktplätze und Handelsposten erzielt, und schließlich durch erfolgreiche Helden, die ihr Geld in den Einrichtungen des Königreiches lassen.
Die Verteidigung in Majesty besteht am Anfang erst einmal aus einfachen Wachen und Türmen, die Pfeile schießen. Um eine schlagkräftige Armee aufzubauen, baut man dann Kasernen für Helden unterschiedlicher Art. Diese Helden gehören diversen Kulten an, dies sich untereinander nicht immer verstehen. Man muss sich entscheiden, wen man in sein Königreich lockt. Dadurch wird der Spieler genötigt, sich für eine eher schwarzmagische oder eine eher weißmagische Richtung zu entscheiden. Unterschiedliche Variationen sind hier möglich.
Helden, Vampire und Werwölfe
In der Fantasy Simulation Majesty hat man nur bedingte Einflussmöglichkeiten auf die Handlung. Während in typischen Aufbaustrategiespielen direkte Befehle an die Verbände erteilt werden, kann man in Majesty nur mit Kopfgeldern und anderen Belohnungen Einfluss ausüben. Man hat es eben mit egozentrischen, individuellen Helden zu tun, die ihre Beute auch mal versaufen, anstatt sie ordnungsgemäß zu versteuern und eine neue Rüstung zu kaufen.
Erfahrungspunkte in Majesty
Während das Kampfes gegen Drachen, Warge, Minotauren, Harpyien, Vampire und Werwölfe sammeln die Helden Erfahrungspunkte. Wurden ausreichend Erfahrungspunkte gesammelt, steigt der Held in die nächste Erfahrungsstufe auf. Die Kampfkraft eines neu angeworbenen Helden ist natürlich deutlich niedriger als die eines Kriegers, Magiers oder Heilerin höherer Erfahrungsstufen. Bei den Zauberern wirkt sich dies besonders stark aus, da die mächtigeren Zauber erst ab einer gewissen Erfahrungsstufe gelernt werden können. Ein Zauberer mittlerer Erfahrungsstufe kann sich als gefährliche Kampfmaschine entpuppen, während ein frisch rekrutierter Zauberer eher ein Kandidat für den Friedhof ist.
Wer mal eine unkonventionelle Fantasy Simulation spielen möchte, dem kann man Majesty empfehlen. Vergleicht man die Grafik von Majesty mit den heutigen Standards, kann man natürlich nur schmunzeln. Trotzdem, sobald man sich an die Darstellung gewöhnt hat, geht es eigentlich.
Den Langzeitspaß, den viele Gamer im Jahr 2000 mit Majesty hatten, kann man wegen der fehlenden Aktualität zwar nicht mehr hundertprozentig garantieren. Für einige Stunden Fun ist Majesty auch heute noch gut. Und im Einzelfall können das auch mal mehr werden.
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