Dies ist der 2. Teil der Reihe rund um Games in der virtuellen Realität. Gerade Rollenspiele, die auf ein intensives Ego-Erlebnis ausgelegt sind, könnten durch eine stärkere wahrgenommene Einbindung des Spielers die Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwinden lassen.
Rollenspiele im Cyberspace
Mit einem Rollenspiel-Charakter identifiziert man sich als Gamer normalerweise mehr, als mit einer anderen Spielfigur. Da läuft manchmal ein Teil von einem selbst durch die Gegend, insbesonders wenn man seinen Avatar selbst gestaltet hat – das Gesicht, eventuelle Falten oder Narben, die Frisur, die exakt nuancierte Hautfarbe.
Es dürfte allerdings in der virtuellen Realität nur am Rande das Aussehen sein, das die Grenzen zwischen Illusion und der Wiklichkeit verschwimmen lässt. Man steckt wirklich mitten im Sturmangriff, einem Handelskonflikt oder in welchem dreidimensionalen High-Definition Game auch immer man sich gerade befinden mag.
Die schönen Dinge des virtuellen Lebens
Gerade Dinge, die man in Rollenspielen nur am Rande genießen kann, könnten in einer virtullen Realität etwas vorteilhafter zur Geltung kommen.
Da wären beispielsweise die eigene kleine Burg – komfortabel eingerichtet und einer guten Küche einschließlich Wein, Weib und Gesang. Und wenn die Mätresse das Schlafgemach betritt, bringt die knisternde Stimmung die Kerzen zum erlöschen.
Auch der besondere Kick, den man nach einer Kampfausbildung genießt, sobald die neu erlernten Schläge ausprobiert werden, dürfte den Adrenalinspiegel ansteigen lassen.
“Boah! Ich glaub´ ich kann Kung Fu!”
Vielleicht möchte man aber nur die Aussicht und den frisch riechenden Wind genießen. Man blickt den Gipfel herab und betrachtet eine endlose, fantasiereiche Cyberlandschaft, die man in so hautnah erlebt, wie nie zuvor.
Der dritte Teil des Artikels skizziert einige möglichen Games in der virtuellen Realität.
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